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Tai Chi Chuan (Taijiquan)

Tai Chi Chuan (neue Schreibweise Taijiquan)

Wörtlich übersetzt heißt Tai-Chi Firstbalken, der stabile Balken, der ein Dach zusammenhält.
„Übertragen meint es das Prinzip, das hinter allem Leben steht, das aber niemand in Worte fassen kann."
Der Zusatz
Chuan – übersetzt als „die leere Faust" –  und weist auf eine Kampfkunst hin.
Diese alte chinesische Bewegungsart verbindet uralte Kampfkünste mit Atemtherapien, Heilgymnastik und
Meditation und wirkt damit auf Körper, Geist und Seele.

Die Wurzeln finden sich in taoistischen Klöstern. Das heutige
Tai-Chi-Chuan wurde Anfang des 17. Jahrhunderts
bekannt und mündete in zahlreiche Stile und Schulen. Der Chen-Stil gilt als der älteste, der Yang-Stil als am
weitesten verbreitet.

Durch die langsamen Bewegungen ist es möglich intensiver zu , so dass die gesundheitlichen Wirkungen über
kontinuierliche, fließende Bewegungen verstärkt werden können
. Für Menschen mit Rückenproblemen oder
einer Gelenkarthrose ist das von Vorteil. Durch die Langsamkeit der Bewegung wird die Achtsamkeit auf jeden
einzelnen Moment geschult dadurch ist es möglich Verspannungen zu erspüren und zu lösen.

Mit Tai Chi wird geübt, wie man der Schwerkraft trotzend, die Balance halten kann. „Tai-Chi-Chuan ist wie
Schwimmen an der Luft", sagte ein alter Meister. Bei trainierten Menschen wirken die Bewegungen tatsächlich
geschmeidig, durchlässig und weich, dabei gleichzeitig so, als ob sie gegen Widerstände angehen müssten – so
wie es auch im Wasser geschieht.

Diesen ständigen Wechsel zwischen Bewegung und Gegenbewegung, die ein Ganzes ergeben, nennen die Chinesen
diesen  Sport auch Yin-Yang-Bewegungskunst. Yin und Yang stellen Gegensätze dar, die sich in allem finden und
untrennbar miteinander verbunden sind.
Das An- und Entspannen wirkt über das Nervensystem auf viele Bereiche des Körpers und beeinflusst beispiels-
weise den Stoffwechsel und die Muskelspannung positiv und damit auch die Atmung.


Tai-Chi gilt als ideale Trainingsform, um das feine Zusammenspiel der Muskeln zu trainieren. Auch die Muskel-
kraft
wird verbessert, denn das Halten bestimmter Positionen macht aus den Abfolgen durchaus auch Kraftübungen.
Obendrein wirkt Tai-Chi positiv auf die Festigkeit der Knochen. Studien dokumentieren, dass das Training sowohl
das Risiko von Stürzen als auch von Knochenbrüchen vermindern kann.

Tai-Chi-Chuan gehört wie Yoga oder Qigong zu den Bewegungskünsten, die vor allem vorbeugend wirken.
Jeder Ungeübte, egal wie alt, kann mit Tai Chi beginnen und wird schnell Erfolgserlebnisse erfahren, wenn regel-
mäßig trainiert
wird.

Abruf in PDF-Format: Studien zur Wirksamkeit des Tai Chi und Qigong

Eine chinesische Weisheit bringt das Wesen der meditativen Bewegungsweise auf den Punkt:


„Wer Tai Chi Chuan übt, wird geschmeidig wie ein Kind,
stark und gesund wie ein Holzfäller und gelassen wie ein Weiser."



Tai Chi Chuan

  • bringt den Geist zur Ruhe

  • erhöht Achtsamkeit und Aufmerksamkeit

  • reduziert den Kraft- und Körpereinsatz

  • verbessert die Körperhaltung

  • macht lockerer, weicher und durchlässiger

  • schult Muskeln, Bänder, Sehnen gleichmäßiger zu beanspruchen

  • verdeutlicht Handlungs- und Bewegungsmuster

  • Mit Freude und Spaß in friedlicher und wohltuender Atmosphäre zu trainieren hilft

    den hektischen Alltag hinter sich zu lassen, den Geist zu beruhigen, Stress

    abzubauen und  mehr zu sich zu finden


    Abruf in PDF-Format:  Studien zur Wirksamkeit des Tai Chi und Qigong


Qigong

Qigong ist eine Bezeichnung, die erst im letzten Jahrhundert gewählt wurde, für eine Vielzahl
tradierter Übungssysteme, die die Gesundheit stärken. Übersetzt  bedeutet es etwa „mit der
Lebensenergie (Qi) arbeiten“. Bei den verschiedenen Übungen des Qigong ist das Ziel, die
Lebensenergie wieder frei ins Fließen zu bringen. Das, was der traditionell chinesische
Arzt unter anderem mit Akupunktur bewirkt, Energie zu stärken und auszugleichen und
Blockaden zu lösen kann auch durch Qigong-Üben unterstützt werden.

Es gibt unter dem Obergegriff Qigong eine Vielzahl von Übungen. Einige Übungen sind mit
Bewegung andere eher meditativ.
Was aber alle Richtungen des Qigong gemein haben, ist das Arbeiten mit den sogenannten
„Drei goldenen Schlüssel“. Diese sind:

  • Bewegung

  • Atmung

  • Vorstellung


Mit Bewegung ist auch gemeint, dem Körper in einer ruhenden Position die nötige Struktur
zu geben. Zusammen mit der Atmung, die in einigen Übungen bewusst gesteuert wird und den
Visualisierungen können wir uns sehr viel gutes tun. Qigong hat auch einen Bezug zur
chinesischen Medizin. In der man ebenso wie beim Qigong den Menschen als ganzes betrachtet.
Körper, Geist und Seele werden nicht getrennt und so wirkt das Qigong auch auf alle drei Bereiche.

Qigong umfasst ein sehr breites Spektrum. Übungen im Liegen, Sitzen und Stehen; mit oder ohne
Bewegungen. Man kann die Übungen stark körperlich betonen oder aber mehr meditativ ausführen.
Diese Vielfalt macht es möglich, Qigong ohne große Voraussetzugen in jedem Alter praktizieren zu
können.

Die positiven Wirkungen des Qigong wurden bereits in einer Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt.



Abruf in PDF-Format: Studien zur Wirksamkeit des Tai Chi und Qigong

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